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Geschichte von Niedenstein

 

Willkommen im Land der Chatten

Vor über 2000 Jahren besiedelte der germanische Stamm der Chatten das nördliche Hessen.

Die Chatten sind Namensgeber der Region „Chattengau“, zu der auch die Stadt Niedenstein gehört. Ein Stamm, der fast 100 Jahre im Krieg mit den Römern stand. Schriftliche Überlieferungen geben uns heute eine ungefähre Vorstellung über das kriegerische Leben der Chatten. Archäologische Funde lassen hingegen auf einen Stamm hindeuten, der aus Bauern und Viehzüchter bestand. Es sind zahlreiche germanische Siedlungsplätze in Nordhessen bekannt, aber nur wenige wurden archäologisch umfassend untersucht. Man vermutet, dass eine Siedlung aus kleinen dorf- oder weilerartigen Ansiedlungen und Einzelgehöften bestand.

Im Stadtgebiet deuten gleich mehrere Stellen auf eine solche Besiedlung hin. Die Altenburg bei Niedenstein konnte nach archäologischer Untersuchung als Siedlungspunkt ausgeschlossen werden.
 

Die Altenburg

Eine Höhensiedlung, die viel älter als die Geschichte der Chatten ist wurde bereits in der Frühzeit (Eisenzeit 800 v. Chr.) besiedelt und 50 v. Chr. zerstört. Während umfangreicher archäologischer Untersuchungen konnten zwei Massenfunde gemacht werden, die unter anderem Waffenteile (Schwert- und Lanzenfragmente) hervorbrachten. Man kann davon ausgehen, dass die Altenburg der zentrale Ort einer Stammesgemeinschaft mit entsprechender politischer Bedeutung war. Einige Funde der Grabung können Sie im Altenburg- und Stadtmuseum sehen.

 

Zeitstrahl der Geschichte

 Jahreszahl


 

  817

Erste urkundliche Erwähnung von Metze

  957

Erste urkundliche Erwähnung von Wichdorf

1017

Erste urkundliche Erwähnung von Kirchberg
1254

 
Erste urkundliche Erwähnung der Burg Niedenstein, die als militärischer Stützpunkt zum Schutz des althessischen Kernlandes angelget wurde.
1259
 

Erste urkundliche Erwähnung der Stadt Niedenstein durch Konrad von Elben

1344

Erste urkundliche Erwähnung von Ermetheis

1387

Einnahme der Stadt durch Erzbischof Adolf von Mainz

1394

Frei- und Rückgabe der Stadt Niedenstein an den Landgrafen von Hessen
1554
 
Niedenstein zählt 87 Haushalte, das entspricht ca. 400 Einwohnern

1631 

General Tilly stürmt die Stadt, raubt sie aus und vernichtet mehr als 1/3 der Häuser durch Brand

1648
 

 

 

Ende des 30 jährigen Krieges leben in Niedenstein nur noch vier.Personen und nur 14 Häuser sind übrig geblieben. Aber auch Ermetheis und Metze, Kirchberg und Wichdorf wurden vom Krieg hart getroffen. Rückzugsgebiet zu Zeiten des Krieges waren die Langenberge.
1756
Im 7-jährigen Krieg und der Franzosenzeit (1763) waren die Bewohner Niedensteins argen Belastungen ausgesetzt
1931

 
Mit dem Bau des Hessenturms entseht ein Wahrzeichen der Stadt Niedenstein
 
1970
bis 1972

Gebietsreform mit Zusammenschluss der Gemeinden Ermetheis, Metze, Kirchberg, Wichdorf und Niedenstein

1977 

 
Partnerschaft mit der französischen Gemeinde St. Germer de Fly im Department Oise (Picardie)
1982
 
Anerkennung zum staatlichen Luftkurort
 
1990


 
deutsch-deutsche Freundschaft mit der Gemeinde Oldisleben (Kyffäuser Kreis) in Thüringen. Die Partnerschaft wird nicht mehr aktiv gepflegt
 
seit 1992

 
Tour de Chattengau - jährlich am 2. Septemberwochenende stattfindende Radfahrveranstaltung
 
seit 2004
 
Dorferneuerung Niedenstein
 
2007
 
dreißig Jahre deutsch-französische Freundschaft St. Germer de Fly und Niedenstein

 

Lektüren und Informationsmateial zur Geschichte Niedensteins können Sie bei der Stadtverwaltung im Bürgerbüro oder per E-Mail unter info@niedenstein.de erfragt werden oder besuchen Sie eines unserer vier Museen, die etwas über die Geschichte der Region erzählen.

 

 

Burg Niedenstein



Fundstücke